Todestanz - Mordenkainen3

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Mordenkainen
Der Weg wird geebnet

Lange nachdem die Matrix des Priester verschwunden
war, dachte das Wesen nach... und verfeinerte die Pläne.
Es brauchte noch etwas... das es einst besaß...
und das große Macht in sich trug.

Ein Juwel... völlig rein und rot schimmert es...
doch beseelt ist es mit der reinen Bosheit eines
roten Drachen... es ist ein Karfunkelstein...
gespeichert darin ist die ganze Macht der Kreatur.

Untote allein würden nicht reichen... um
die Wächter zu besiegen der er in der Blüte
seiner Macht erzeugt hatte. Er mußte sich wohl
„Hilfe“ holen.

Sie ging auf den höchsten Turm... und legte ihren
Panzer an... der Phönixpanzer... und sie streckte
ihre Arme gen Himmel... und rief sich einen
Alten Verbündeten herbei...

... Alter Freund, ich rufe Dich...
Yaesil... höre mich... Geschöpf meiner Kraft...
gehorche mir!... Du allein bist mein Arm...
der die Gegner zerstört...

Plötzlicher Wind kam auf... und ein Gewitter brach los...
Regen peitschte um die Gestalt der Frau... die so klein
und verletzlich wirkte... auf dem verlassenen Turm...
und doch ... strahlte sie Erhabenheit aus...

Ein Blitz! und noch einer... dutzende umspielten die Zinnen...
es öffnete sich ein Tor... in die Abyss... dort wo die Dämonen
ihre Heimstatt haben... schwarze Nacht wurde schwärzer...
und Flammen schossen heraus... blau... leuchtete es... bis es etwas freigab...

Langsam... schob sich eine riesige Gestalt hindurch...
eine Schnauze erschien... ein Kopf... der Kopf eines Lindwurms...
jedoch... der Körper eines Löwen und eines Menschen...
ein unförmiges Biest... aber... es erkannte seinen Meister wieder.

... Yaesil... Willkommen zurück aus der Abyss... ich hoffe Du bist
gierig Deine Zähne in Menschenfleisch zu graben...
wir müssen eine kleine Queste erfüllen...
und ein Kleinod bergen...

Wütendes Gebrüll begleitete diese Rede... und der Sturm
schien noch an Intensität zuzunehmen...
die Bestie schritt auf sie zu... und warf sich ihr schnaubend vor
die Füße.

... Gut so... Yaesil... einige vergessen manchmal, wer ihr Herr ist,
aber nicht Du. Ich habe Dich aus meiner Geliebten und meinem
liebsten Schoßtier gemacht. Und so vereinigst Du all das was
mir einmal wichtig war... ist es nicht so?

Das Biest sah sie aus großen Augen an... und schien zu verstehen...
plötzlich wurden seine Augen zu Schlitzen... und es versuchte zuzubeißen!
Eine plötzliche Bewegung... ein Armzucken... und die Frau wurde von
einer Kugel aus weißen Licht geschützt...

... Versuch das nie wieder!... oder ich reiße Dich in Fetzen!...
Der letzte Diener hat sein Herz verloren... und seine Seele...
wisse daß auch Du noch eine Seele hast... und diese
werde ich dann foltern! Also diene mir, Yaesil!

Und das Biest legte seinen Kopf vor die Füße der Frau...
und bat so demütig um Gnade... die es auch erhielt...
das Wetter wurde wieder ruhiger... und das Tor war schon lange geschlossen,
Herr und Untertan gingen in den Thronsaal... um zu ruhen.

Der Tag brach an... und Yaesil war ausgeruht... und
wieder fester an das geistige Band zu seinem alten und neuen Meister
gebunden... er war völlig in ihrem Bann.
Und so schritten beide völlig erholt aus der Tür...

Draußen... auf der Terrasse legte die Magierin die Hände auf den
kalten Stein... und ließ ihren Blick umherschweifen... das Wesen
verfolgte ihre Blicke aufmerksam...
nach einiger Zeit... wandte sie sich um... und sah es an.

... Yaesil... diese Welt hält mehr Leben bereit... als damals
wie ich sie verließ... wir beide sind stark. Und ich denke...
bald werden wir unsere Stärke testen müssen.
Ich spüre ... daß eine Macht naht...

... Meister... auch ich spüre es... ein Drache und ein Sterblicher...
sie werden bald hier sein... Gesandte von dem Priester?... ja...
ich bin begierig auf den Kampf... lange genug habe ich mit
Dämonen gespielt...jetzt freue ich mich auf echtes Blut!...

Ein Lächeln huschte über die Lippen der beiden Wesen...
boshaft... und unbeschreiblich böse...
leise stimmten beide einen Gesang an... und die Mauern
wurden von bunten Lichtern umwoben... Schutzzauber...

Stunden sangen beide Ihre Magie... und bereiteten sich vor...
und die Magierin bereitete noch einen ganz speziellen Zauber vor...
den sie erst im Tode perfektionieren konnte... diese Macht
wäre hier nicht unbemerkt geblieben.

Leise näherten sie sich, Drache und Sterblicher...
ungesehen... und doch erwartet...
hoch in den Wolken... kamen sie angeflogen...
weiß in weiß... unsichtbar...

Weiße Schuppen blendeten im Sonnenlicht...
ein Großer Weißer Wyrm... und auf ihm...
ein ebenfalls weiß gekleideter Mann... den Stab in der
rechten Hand, die andere auf den Rücken des Drachen gelegt.

Den Stab erhob er ... und seine Magie verstärkte seine Stimme...
als der Wyrm einige hundert Meter vor der Burg begann in der Luft
zu schweben... und so verharrten beide...
und unterstützen die Worte mit Ihrer Präsenz...

... Wisse, elendes Geschöpf, jetzt findest Du Dein Ende. Ich fordere
Dich zum Zweikampf! Kein geringerer als Otiluke fordert Dich!
Erscheine und messe Dich mit mir! Dein Untergang... ist Dein
Schicksal!...

Die Tore der Feste öffneten sich... und heraus schritt eine dunkle Gestalt
in schwarzem Panzer... der Federumhang fiel ihr um die Schultern...
direkt hinter ihr kam Yaesil... blutdurstig und wild...
kaum konnte er sich im Zaum halten... sofort wollte er angreifen.

... Ich grüße Euch, Otiluke... gehört habe ich noch nicht viel von Euch,
Ihr Emporkömmling von einem Magier! Ihr seid nichts!
Euer Lebensfaden wird hier enden, seid sicher!
Erwartet Eure Vernichtung, Sterblicher!...

Und so kamen donnernd die Worte der Zauberin...
und Yaesil stürzte in die Lüfte... und hatte nur eins im Sinn... Morden.
Otiluke reagierte schnell ... lies den Stab kreisen und schoß eine wirbelnde
Eiskugel ab... die in einer Frostsphäre vor Magierin und Bestie detonierte...

Beide wurden schwer getroffen... aber es hielt nur kurz... denn die Panzerung
fing viel auf... und Yaesil... war blind... für den Schmerz.
Mordenkainen intonierte selbst einen Zauber... einen seiner eigenen...
fünf rot leuchtende Kugeln schossen auf den Magier zu.

Mordenkainens Kraftgeschosse... waren berüchtigt für ihre furchtbare
Wirkung, die nur auf der Wucht des Aufpralls basiert...
Otiluke weitete entsetzt die Augen... als ihm der Einschlag die Sinne
kurz raubte... Fleisch verbrannte und seine Robe glich nicht alles wieder
aus. Er wurde ebenso schwer verletzt wie sein Gegner.

Yaesil war da... jedoch hatte der Drache bereits selbst einen Zauber gewirkt...
als die Zähne der Bestie auf starke Magie stießen, wurde es selbst dem
Wahnsinnigen bewußt. Und nun wob er selbst einen Zauber.
Silberne Schlieren zogen durch die Lüfte... und umfinden den Drachen.

Enger und enger... wurden sie... begannen dem Drachen den Atem zu rauben...
starke Magie wurde entfesselt... und mit einem Atemzug wurden die Fesseln
gesprengt, so schnell wie sie da waren brachen sie und splitterten in alle
Himmelsrichtungen.

Otiluke deutete mit dem Stab auf Mordenkainen... und ein heller Strahl
puren Lichtes fuhr aus ihm... und traf sie direkt.
Die Rüstung konnte nicht schützen.. das Licht fraß sich in das unheilige
Fleisch und ließ Faulbrand und unendlichen Schmerz zurück.

Der Drache schnappte nach Yaesil... und riß eine tiefe Wunde in dessen
Torso... ein Schrei erfüllte die Luft... die Gegenattacke folgte sofort...
das Biest spie grünen Dampf... und nebelte den Kopf des Drachen ein.
Die Säure fraß sich in langsam in Augen und Schädel...

Mordenkainen sah wieder... und er wußte daß es jetzt geschehen mußte
oder niemals... er rief in seinen Geist einen Zauber... einen der Alten...
Dunkel und Mächtig... aber riskant...
er rief den Abyss an... die unendlichen Pforten... und er erschuf ein Tor.

Das Glück war mit ihm... und heraus trat ein ihm vertrautes Monster...
ein Baatezu... mächtig... aber ein Verbündeter.
Und so sprang er mit schnatterndem Geschrei den Magier an...
ein dreiarmiger 3-Meter-Dämon... gegen zwei Meter Mensch.

Der Magier hatte ein Problem ... das wußte er. Er löste eine Kette von
Schutzzauber aus... um sich vor der neuen Gefahr zu schützen...
und Mordenkainen hatte freie Hand... er nahm geistig Kontakt mit dem
Drachen auf... und langsam... zwang er seinen Geist in die Knie...

Otiluke kämpfte... und war fast am Siegen... als sich sein Reittier
jäh wendete... und ihn fallen ließ...
nicht tief... aber der Schock war dennoch groß...
Yaesil bemerkte die Veränderung... und brach seinen Angriff ab.

Baatezu und Drache... beide drangen auf den Magier ein...
und diese Übermacht... konnte er nicht lange aufhalten.
Sein Stab brach, als er sein Leben in den Klauen beendete...
und sein Sterbensschrei hallte lange wieder...

Triumphierend... lächelte Mordenkainen über seinen Sieg...
Vernichtet war der stärkste Gegner... der so übermütig war
und direkt angriff... ohne genau zu wissen was ihn
da erwartete.

... Und so, werter neuer Freund, danke ich für die Hilfe...
ich werde für Euch eine gute Verwendung finden in meinem
Heer... ein General sollt ihr sein...
und führen werdet ihr... sehr gut...

Die Schuppen des Drachen begannen sich langsam zu färben...
als er akzeptierte... weiß... wurde zu grau... grau... wurde zu schwarz.
Brüllend ließ er sich auf dem Turm nieder... und beobachtete argwöhnisch
seinen neuen Meister... der zusammen mit Yaesil die Burg wieder
betrat.

Und von seinen Dienern die Leiche des Magus holen ließ.
Der Baatezu hatte sich seine Seele geholt... und war wieder in sein
Reich zurückgekehrt... nur noch ein bißchen Schwefel und eine stinkende
Wolke zeugte von seiner Anwesenheit.

... Yaesil... wir haben den ersten Sieg hinter uns... wir brauchen
Fußvolk, billige Diener die aufhalten. Den Baatezu hast du ja gesehen...
er hat seine Sache gut gemacht... solche brauchen wir...
ich fürchte, ich muß zu den Katakomben von Sedunya aufbrechen...

Sedunya, die Tote Stadt...
dort liegt ein Portal das den Zugang zu den Nichtwelten erlaubt...
schwer bewacht von Priestern und Magiern...
doch möglich zu unterwerfen.

Und so blickte die Dunkel Fürstin in den Sonnenuntergang...
wissend daß sie noch mehr Kraft brauchte... um alles Leben
dort draußen zu unterjochen...
und Esidur endlich zu besiegen.

Das Juwel... und Sedunya... war ihr Ziel.

mercredi 24 avril 2002
23:02:36