Todestanz - Mordenkainen

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Mordenkainen

Meister, Dunkler Wege!
Deine Macht rufe, Deinen Willen brauche ich!
Von Dir allein zeugt meine Kraft...
der Du mich erschaffen hast, erscheine nun auf mein Begehr!

Deine Kraft strömt in meinen Adern, Deine Magie!
Du selbst gabst mir Macht... köstliche Macht!
Und nun, in Deinem Tode... fordere ich Deine Wiederkehr!
Ins Reich der Lebenden sollst Du kommen!

Meister... ich huldige Euch... und bringe Euch Blut!
Diese... Kreaturen... Menschen... werden den Preis
bezahlen, den der Tod Euch abtrotzte...
und schlagen werden wir unsere Feinde!

Brütend... saß nun der Golgothim über den Dutzenden
von Leichen... und überlegte...
von Blut sprach seine Prophezeiung...
und damit hatte er bezahlt.

Seine mandelförmigen Augen wurden zu Schlitzen...
als er die magische Energie um sich spürte...
es baute sich etwas auf... etwas das er lange erwartete...
und ersehnte...

Sprang von dem Vorsprung auf dem er saß...
und stakste mit den klauenbewehrten Beinen herum...
nervös... das hatte er lange nicht mehr gefühlt...
unendliche Jahre lang...

Er fühlte... warmes Fleisch...
Woher...? Es berührte sein Bein...
Hand? ... einer Toten...?
Blutige Augen richteten sich auf ihn.

Blutlust rauschten in dem Wesen, als es
merkte daß es nicht gründlich gewesen war...
seine... Hand... erhob es und wollte den Rest
des Kopfes noch hinwegfegen!

Jedoch... zögerte es...
die Augen des Menschenweibes zeigten keine Furcht...
was die größte Schwäche dieser Rasse ist...
die Augen zeugten von Stärke.

Und der Griff an seinem Bein... wurde stärker... und stärker...
bis er Schmerz... und Pein... verursachte...
das war kein normaler Mensch mehr...
das begriff nun die Kreatur.

Der Leib zog sich jetzt Stück für Stück an ihm hoch...
ohne zu blinzeln starrten die Augen ihn an.
Und seit langem... kehrte Vergessenes zurück...
Angst! Echte Angst!

„.... Meister.... seid Ihr es?“
presste das Wesen hervor... unter Ehrfurcht... und Pein...
Blut strömte aus dem Mund als es die Lippen zu einem boshaften
Lächeln verzog... und die Angst... wurde stärker...

„... was denkst Du Wurm eigentlich, wen Du vor Dir hast...
Du bist eine Made die aus meinem Fleisch kroch...
und die mir nichts bedeutet.
Warum sollte ich Euch nicht aus der Existenz fegen!“

„Meister... ich... habe Euch gerufen... mit Opfern und meiner... Magie...
Eurer... Magie... jahrelang habe ich Euch gedient...
ich war immer an Eurer Seite... habe Eure Feinde zerfleischt...
Ihr habt mir einen Teil Eurer Macht übertragen...“

„Ja... aber nur weil Du unwissendes Geschöpf mein Spielzeug warst...
mein Anker, der mich wieder in das Leben ruft... und nun...
werde ich mir meine Macht wieder nehmen...
und nun, bereite Dich aufs Sterben vor!“

Mit unmenschlicher Schnelligkeit und Kraft riß das Menschenweib
die Hand empor und schlug durch den Brustkorb des Ungetüms...
zerstörte dessen Herz... Funken schlugen aus der Brust...
als sie die Seele absorbierte.

Höllisches und tödliches Geschrei hallte durch den Raum... erschütterte
die Grundfesten der Burg und ließ jeden in Angst und Panik
verfallen... der Zeuge war.
Es war schnell vorbei.

Die leblose Hülle fiel zu Boden... und eine Frau stand aufrecht dort,
wo das Monster gestanden hatte.
Lange Haare... makelloses Aussehen... kein Tropfen Blut zu sehen...
am nackten Körper...

Und als sie sich umdrehte... blickte ich in Ihre Mandelaugen...

mardi 16 avril 2002
20:17:22